Innehalten. Oder wieso ich mich entschieden habe, viel freie Zeit in ein grosses Projekt zu stecken. - RETO VOGEL

Irgendwann im letzten Herbst habe ich auf Facebook gesehen, dass ein Bekannter an der Aktionswoche Stille in Basel teilnimmt. Ich kannte diese Aktionswoche bis dahin nicht, aber da mich das Wort „Stille“ immer sofort anspringt (warum das so ist, wird vielleicht später noch klarer), habe ich mal nachgeschaut, was es damit auf sich hat. Stille in Basel ist laut Programm eine Woche mit verschiedenen Stille-Angeboten rund um Meditation, Kontemplation und Achtsamkeit. Ein tolles Projekt, wie ich finde.

Wäre doch super, wenn wir so etwas auch in Aarau hätten. Und mit diesem Gedanken hat alles angefangen.

Ein halbes Jahr später sitze ich hier und bin an der Medienarbeit und an der Finanzierung von „Innehalten – Eine Woche Achtsamkeit in Aarau“.

Über 15 Anbieterinnen und Anbieter von Meditations- und Achtsamkeitsangeboten waren sofort dabei.

Nachdem ich den Gedanken zuerst verworfen oder auf Eis gelegt hatte, packte es mich im Januar und ich begann einmal nachzuschauen, was es in Aarau neben meinem überhaupt an Meditations- und Achtsamkeitsangeboten und Anbieter:innen gibt. Und da gab es eine ganze Menge. Über 15 Anbieter:innen von Achtsamkeit, Meditation, Kontemplation (ja, auch die Kirche), Atemarbeit, MBSR, Zen und Waldbaden habe ich dann angeschrieben. Und alle haben begeistert zugesagt, sich im Oktober an einer Aktionswoche zum Thema Achtsamkeit in Aarau zu beteiligen.

Eine Vision musste her

„Ich kann nicht einfach so eine Woche organisieren, ohne etwas über den Hintergrund und eine Vision zu erzählen“ – sagte mir meine 25-jährige Marketing- und Branding-Erfahrung.

Und natürlich: Aus irgendeinem Grund tue ich es ja. Als Zen-Schüler und Coach bin ich zutiefst von der positiven Wirkung von Achtsamkeit, Meditation und Mitgefühl auf uns und unsere Gesellschaft überzeugt. Verschiedene Studien und wissenschaftliche Arbeiten geben mir darin Recht. Und so habe ich eine Vision und eine Geschichte entwickelt, die ich mit „Innehalten“ erzählen und mit der ich die breite Bevölkerung für diese Themen sensibilisieren möchte:

Hintergrund

In einer Welt voller Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimawandel und sozialen Ungleichheiten sind Achtsamkeit und Mitgefühl entscheidende Schlüssel für Wandel. Sie helfen uns, Emotionen bewusst zu erfassen, Stress zu bewältigen, emotionale Intelligenz zu stärken und kreative Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Zudem fördern sie ein Verständnis unserer Verbundenheit und tragen zu nachhaltigeren Lebensstilen und einem stärkeren Gemeinschaftsgefühl bei.

Vision

Innehalten möchte für die Bedeutung des Innehaltens und der Stille sensibilisieren. Durch Innehalten fördern wir Achtsamkeit, Meditation und Kontemplation – essenzielle Praktiken, die uns helfen, in der Hektik des Alltags Ruhe zu finden. Diese Praktiken sind nicht nur Wege zur inneren Stille, sondern auch zur Kultivierung von Mitgefühl und Stärkung der Gemeinschaft. Innehalten lädt alle ein, sich Zeit zu nehmen, um nach innen zu schauen und durch diese innere Ruhe einen positiven Einfluss auf das persönliche Leben und die Gemeinschaft auszuüben.

Warum erzähle ich das alles?

Natürlich, weil ich auf die Aktionswoche und den inzwischen gegründeten Verein Innehalten aufmerksam machen möchte (ja, es gibt jetzt auch einen Verein. Aber dazu das nächste Mal).

Aber auch, weil ich für das Ehrenamt und die Freiwilligenarbeit werben möchte. Sich für etwas „Grösseres“ einzusetzen, zum Beispiel für die Gesellschaft, ist ein wichtiger Glücksfaktor. Und ein zentraler Baustein unserer Gemeinschaft und unseres Zusammenlebens.

Und schliesslich natürlich auch, weil ich möglichst viele Menschen für das Thema Achtsamkeit und Mitgefühl sensibilisieren möchte. Wie ich schon geschrieben habe: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass diese beiden Werte, diese Haltung, die mehr ist als ein Hype oder ein Trend, wesentlich zu einer positiven Veränderung unserer Gesellschaft beitragen kann.

Sehr bald erzähle ich dir mehr dazu. Die Website von „Innehalten“ ist seit kurzem online. www.innehalten-aarau.ch